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Tag des offenen Denkmals auf dem jüdischen Friedhof Zittau

Am Sonntag, den 11. September 2022 nutzen viele Besucher:innen die Chance und besichtigten den Jüdischen Friedhof Zittau in der Zeit von 10:00 bis 17:00 Uhr zum Tag des offenen Denkmals 2022. Zum ersten Mal konnten Besucher:innen die neuen Infotafeln nutzen, um den Friedhof auf eigene Faust zu erkunden. Neu waren auch die Ausführungen zur 1938 gesprengten Trauerhalle, deren Grundmauern seit diesem Jahr in einer Installation nachgelegt wurden und von der ein Tastmodell installiert wurde.

 

Viele Menschen wollten wissen, warum der Friedhof so weit außerhalb der Stadt liegt. In mehreren Führungen konnten diese und viele weitere Fragen beantwortet werden. So wurden über besondere Gräber, die zerstörte Trauerhalle oder die Geschichte des Friedhofes und jüdischen Lebens in Zittau berichtet. Auch kam oft die Frage nach Hinterbliebenen in und um Zittau auf und wie sich das jüdische Leben in der Region nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelte. Im gemeinsamen Gespräch wurde versucht auch auf diese Fragen Antworten zu finden, was sich natürlich teilweise als schwierig gestaltet, da Informationen und Belege nicht immer ausreichend vorhanden sind.

Außerdem hatten die Besucher:innen die Möglichkeit zahlreiches Infomaterial an unserem Stand zu erhalten, welches über das jüdische Leben in Zittau und Sachsen noch einmal genauer informieren kann. Falls sie die Chance verpasst haben, ist dies natürlich auch kein Problem. Das Infomaterial liegt auch bei uns aus. Sprechen sie uns dafür einfach an.

Wir freuen uns sehr über das sehr rege Interesse und die vielen Fragen, die gestellt wurden. Das stellt für uns auch eine Form der Anerkennung unserer Arbeit dar. Genauso zeigt es aber auch, wie wichtig solche Orte und Tage der Begegnung sind, um sich gegenseitig auszutauschen, ins Gespräch zu kommen und der Geschichte bewusst zu werden.

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Knut Elstermann zu Gast beim Kirchenkino

Bereits zum zehnten Mal führten wir am 6.September das Großhennersdorfer Kirchenkino durch. In diesem Jahr konnten wir dabei den Filmkritiker und Autoren Knut Elstermann begrüßen. Thema der Veranstaltung war der DDR Kunst- und Kulturbetrieb in den 1970er Jahren, am konkreten Beispiel von Manfred Krug. Der beim Publikum beliebte Sänger und Musiker war einer der Unterzeichner eines Protestschreibens gegen die Ausbürgerung des Liedermachers und Lyrikers Wolf Biermann, im November 1976. Diesem Prote...

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So schnell kann’s gehen? – 12 Monate FSJ Politik in der Hillerschen Villa

Mein FSJ in der Netzwerkstatt endet nun. Während der ersten Monate kamen täglich viele neue Eindrücke auf mich zu. Mit dem Wiederaufflammen der Corona-Pandemie im Herbst 2021 bis Frühjahr 2022 gab es für mich nur wenige „Außeneinsätze", doch im Frühjahr veränderte sich die Situation mit ihren Möglichkeiten, sodass ab April wieder viele Termine und Veranstaltungen sowie unsere FSJ-Seminarfahrten in Präsenz stattfinden konnten. Was mich zu Beginn des Jahres an manchen Stellen überforderte, ist zum...

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„Der gelbe Faden“ – unser Podcast zur jüdischen Geschichte der Oberlausitz

Podcast, der: ein Hörbeitrag, der als Audiodatei im MP3-Format im Internet zum Herunterladen oder Streamen angeboten wird Jüdische Geschichte der Oberlausitz, die: ??? Als wir im Zuge des Tacheles Oberlausitz-Projekts gemeinsam mit unseren Kolleg:innen vom IBZ St. Marienthal und vom Förderkreis der Görlitzer Synagoge darüber sprachen, was eigentlich jüdisches Leben in der Oberlausitz bedeutet, wurde uns bald bewusst, dass diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten ist. Zwar gibt es seit Jahr...

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Zwei Jahre MAZEWA – Gemeinsam jüdische Geschichte in die Zukunft bringen

MAZEWA – jüdisches Leben und Sterben im Dreiländereck. Das NETZWERKSTATT-Projekt hat 2020 bis 2022 stattgefunden und baut auf die langjährige Arbeit des Projektbereichs mit dem jüdischen Friedhof Zittau auf. Dieser fungierte als Ausgangspunkt, um Menschen aus ganz Europa, aber auch aus der Umgebung, aktuelles jüdisches Leben sowie jüdisches Kulturerbe in unserer Region näherzubringen. Das vielschichtige Projekt gliederte sich in zwei Freiwilligenprojekte, die digitale Erschließung des jüdischen ...

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Anne Frank war zu Gast in Zittau: Was geblieben ist

Mehr als 77 Jahre ist es her, dass gut 700 km von Zittau entfernt in Amsterdam eine Teenagerin ihre Gedanken und Gefühle einem Tagebuch anvertraute. Was alltäglich klingt und dazu noch weit vom hier und jetzt entfernt scheint, wirkt jedoch bis heute. Das Mädchen war Anne Frank. In ihrem Tagebuch beschrieb sie die Verfolgung durch die Nationalsozialisten, das Leben im Versteck, die Angst entdeckt zu werden, aber auch die Hoffnungen und Wünsche einer Jugendlichen. Mit unserer Stadt scheint das auf...

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Musik und Drama über Landesgrenzen hinweg

 Am Samstag, den 18. Juni 2022, fand ein Landart-Festival im verschwundenen Dorf Jablonecek im Geopark Ralsko (CZ) statt. 300 Besucher:innen, die sich hier auch dieses Jahr getroffen haben, konnten im Rahmen des bunten Programms auch internationale Auftritte und Präsentationen von Jugendlichen aus dem Dreiländereck genießen. Es handelte sich um Ergebnisse aus den unterschiedlichen Werkstätten, die im Geopark Ralsko und im Begegnungszentrum Großhennersdorf eine Woche vorher stattgefunden hat...

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Peer-Guides vermitteln die Geschichte von Anne Frank

Am 15. Juni wurde die Ausstellung „Deine Anne – ein Mädchen schreibt Geschichte" in der Zittauer Johanniskirche eröffnet. Die Mischung im Publikum machte es deutlich, es handelt sich nicht einfach nur um eine Ausstellung. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt auf mehreren Ebenen. Künstlerinnen und Künstler beteiligten sich bereits im Vorfeld und arbeitetet zum Thema Anne Frank – zu sehen in Schaufenstern des Zittauer Innenstadtraums. Außerdem wurden an drei Tagen Peer Guides (Ausstellungsbegleitungen)...

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Salonlesung und Ausstellungseröffnung von „Deine Anne“

 Die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" ist vom 15. Juni bis zum 15. Juli in der Zittauer Johanniskirche zu Gast. Rundherum hat die Netzwerkstatt ein umfangreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Teil dieses Programms war die feierliche Eröffnung der Ausstellung am Abend des 15. Juni. Am Sonntag zuvor fand in der Hillerschen Villa bei Kaffee und Kuchen eine Salonlesung anlässlich der Geburtstage von Anne Frank und Bertha Hiller statt. Hier mehr zu Rahmenprogram...

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Deutsch-Tschechische Begegnung - mit Kettensäge und Kamera?

Die Sonne scheint, Sägespäne fliegen, eine Kettensäge brummt und überall laufen Jugendliche mit Kameras durch das Begegnungszentrum in Großhennersdorf.

In der Woche vom 25. – 30.04. fand im Rahmen des Projektes „2 Sprachen – 1 Region“ in Großhennersdorf und in Krásná Lípa eine Werkstattwoche für Schüler*innen aus Deutschland (vom Berufsschulzentrum Löbau) und Tschechien (aus der Berufsschule Varnsdorf) statt.

Das Ziel dieser gemeinsamen Arbeit war, den neuen Lernpfad am Wolfsberg zu gestalten und vorzustellen.

Eine der Werkstätten in Deutschland beschäftigte sich mit der Geschichte der Region. Dabei entstand ein kurzer Lehrfilm über den Räuber Raschauer. Mit viel Kreativität und neu erlangtem Wissen zu Technik und Methoden haben die Jugendlichen in wenigen Tagen etwas großartiges erschaffen. Schlussendlich wurde eine Website erstellt, auf der auch der Film zu sehen ist.

Die Teilnehmenden der anderen Werkstatt im BGZ Großhennersdorf haben sich Schutzbrillen aufgesetzt, Sägen in die Hand genommen und aus ein paar Holzstämmen Sitzgelegenheiten, Informationstafeln und Blumenkästen geschaffen, die sich sehen lassen können. Unter Anleitung der Werkstattleiter hatten die Schüler*innen die Möglichkeit, viele neue Erfahrungen zu machen und sich neue Skills anzueigne

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Fachstelle für historisch-politische Bildung