Geteilte Geschichten

Marginalisierte Perspektiven auf Wiedervereinigung und Transformationszeit für starke demokratische Strukturen in Ostsachsen.

Das Projekt »Geteilte Geschichten« rückt jüdische, migrantische und marginalisierte Perspektiven auf die Wiedervereinigung 1989/90 und die gesellschaftlichen Umbrüche in Ostdeutschland in den Mittelpunkt.

Im erinnerungskulturellen Diskurs über die Transformationszeit sind die Erfahrungen vieler Menschen bis heute nicht willkommen und bleiben unbekannt. Das Projekt setzt genau hier an: Es macht Perspektiven sichtbar, die bisher kaum gehört wurden, wie etwa von Migrant*innen, Jüdinnen*Juden, geflüchteten Menschen und Frauen. Hierdurch stärkt es ihre Teilhabe an Geschichtsdeutung und Erinnerungskultur. »Geteilte Geschichten« legt seinen geografischen Fokus auf Ostsachsen, eine Region, in denen die Folgen des »Strukturbruchs« bis heute spürbar sind.

In Kooperation mit dem Anne Frank Zentrum Berlin – einem herausragenden Akteur der demokratischen Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland – fördert Hillersche Villa den Dialog über lokale Geschichte, Zugehörigkeit und Ausgrenzung. Es entstehen Räume, in denen multiperspektivisches Erinnern möglich wird. So wird Geschichte erfahrbar und Grundlage für demokratische Auseinandersetzung in der Gegenwart.

Was wollen wir tun?

Mit Menschen sprechen, die in der DDR, in den 1990er Jahren oder später in Ostsachsen gelebt haben und eine eigene oder familiäre Migrationsgeschichte haben.

Uns interessieren Ihre Erinnerungen: Wie war Ihr Alltag? Wie haben Sie die Zeit der Veränderungen erlebt? Haben Sie sich zugehörig gefühlt? Welche Schwierigkeiten und Herausforderungen gab es? Was waren schöne Momente und Erfahrungen aus der Zeit? Was hat diese Zeit für Ihr Leben bedeutet?

Wir wollen mit dem Projekt Angebote schaffen, in denen viele verschiedene Erinnerungen an die Zeit der DDR und nach der Wiedervereinigung zur Geltung kommen. Vielleicht sind Sie bereit, an einer Veranstaltung mit uns teilzunehmen, bei der Sie ihre Geschichte selbst erzählen oder mit anderen Menschen, über die Erinnerung an diese Zeit ins Gespräch kommen.

Möchten Sie mitmachen?

Dann melden Sie sich gern bei uns. Auch wenn Sie noch unsicher sind. Wir erklären alles in Ruhe.

Wenn Sie selbst nicht erzählen möchten, aber jemanden kennen, die/der Interesse haben könnte, freuen wir uns, wenn Sie dem Menschen oder uns einen Hinweis geben.

In Kooperation mit dem:
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Ansprechperson in der Hillerschen Villa ist:

Almuth Arnstadt

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a.arnstadt@hillerschevilla.de

Hillersche Villa
Klienebergerplatz1

02763 Zittau

Kommende Veranstaltungen

1. Oktober 2026

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Ostfrauen*Salon

Am 1. Oktober 2026 macht der Ostfrauen*Salon Station in Zittau, von 18 bis 21 Uhr in der Hillerschen Villa. Es ist ein Austauschformat für Frauen mit Ostbiografie, die entweder im Osten geboren sind, oder junge Frauen, deren Eltern im Osten gelebt haben und die mehr darüber erfahren möchten. Weiterlesen ...

6. November 2026

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Lebendige Bibliothek

Am 6. November 2026 findet in Zittau eine Lebendige Bibliothek mit Zeitzeug*innen statt, die uns von ihrem Erleben des gesellschaftlichen Umbruchs um die Jahre 1989/90 berichten. Weitere Infos folgen bald.

Gefördert durch:

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