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Gedenkspuren erfahren

Die Vernetzung und Weiterbildung zeitgeschichtlich engagierter und interessierter Menschen ist ein Teil unserer Arbeit innerhalb der Fachstelle ZEIT/GESCHICHTEN Oberlausitz. Dies nahmen wir zum Anlass mit insgesamt 18 Personen die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein zu besuchen. Dieser Gedenkort bringt auf eindrückliche und bedrückende Weise näher, das „Geschichte" nie weit ab geschieht – sondern vor der eigenen „Haustür", in der eigenen Region. Im Zuge des Euthanasie-Programms T4 wurden in der Tötun...

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Jüdisches Leben – damals und heut

Die Geschichte unseres Vereins Hillerschen Villa ist eng mit der Familiengeschichte der Familie Hiller verbunden. Umso glücklicher waren wir, als uns in der letzten Woche Claudia Siede-Hiller, Enkelin von Gustav Hiller (Gründer der Phänomenwerke Zittau), besuchte. Gemeinsam mit Ihrer Schwester Anne Frommann war sie Anfang der 1990er Jahre „verantwortlich", dass ihr Großelternhaus am Klienebergerplatz unserem Verein in einer Schenkung überlassen wurde. Seit jeher stehen wir im engen Verhältnis. E...

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Rückblick – MAZEWA zeigt den jüdischen Friedhof aus neuen Perspektiven

 In den letzten zwei Juliwochen fand das MAZEWA / European Heritage Volunteers-Projekt zur innovativen Interpretation jüdischen Kulturerbes statt. Die zwölf Teilnehmenden kamen aus elf verschiedenen Ländern und sind allesamt junge Expert:innen aus den Bereichen Denkmalpflege, (Kunst)Geschichte, Archäologie, Kulturerbe- und Regionalmanagement. Gemeinsam mit ihnen und mit Expert:innen für die regionale und jüdische Geschichte sowie einem Tourismus-Berater arbeiteten wir zwei Wochen lang an ei...

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Flieg kleiner Vogel flieg…

Neulich saß ich am Lagerfeuer. Schulabschluss von meinem Sohn. Man plauderte nett, das Energielevel aller Beteiligten war schon etwas gesunken, ob der vielen Aktionen im Tagesverlauf. Da fragte mich ein Elternteil was ich beruflich mache. Und so habe ich von meiner Arbeit in der Netzwerkstatt der Hillerschen Villa berichtet – von Ausstellungen zur regionaler Geschichte, Projekttagen an Schulen, Zeitzeug:innen und Stolpersteinen. Da hakte mein Nachbar, welchen ich in der Dunkelheit kaum sah, ein....

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Und das Jahr ist schon rum / 12 Monate FSJ

Nach etwas längerer Zeit melde ich mich auch mal wieder. Mein Freiwilliges Soziales Jahr ist nun vorbei. Ich habe in den letzten Tagen immer wieder an meine ersten Wochen hier in der Hillerschen Villa gedacht und wie ich mich am Anfang gefühlt habe. Mehr zu meinen ersten Wochen findest Du übrigens hier. Auch wenn Corona in den ersten Monaten keine große Rolle gespielt hat, wurde diese nach dem Lockdown im Herbst größer. Plötzlich keine Präsenzveranstaltungen mehr. Was nun? Die Wintermonate verbr...

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Wählen ist entscheidend!

Wählen ist entscheidend! Heißt eine Kampagne, bei der sich auch die PfDen Zittau und Görlitz und damit auch die Netzwerkstatt in diesem Jahr zur Bundestagswahl beteiligen. Mit den Fragen: Mit oder ohne? Laut oder leise? So oder anders? zeigt die Kampagne, dass wir jeden Tag viele Entscheidungen treffen. Das soll einen ersten Anstoß geben zur Bundestagswahl 2021, die schon am Sonntag stattfindet. Durch den Artikel 38 des Grundgesetzes dürfen dieses Jahr 60,4 Millionen Menschen wählen. Die Amtlich...

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Raus aus der Schule, rein in die Welt

Erster Monat im FSJ, was soll da schon groß passieren außer Mailadresse einrichten? Frisch aus der Schule hieß es: raus, Menschen treffen, sich auf andere einlassen. So konnte ich zum einen meine Mitstreiter:innen im sächsischen Freiwilligen Sozialen Jahr Politik kennenlernen, aber auch im Rahmen des MAZEWA-Projekts auf junge Menschen aus ganz Europa treffen. Ein Einstieg, den ich mir so nicht vorgestellt hatte, der aber wohl nicht besser hätte sein können. „Erster Tag im FSJ" hieß für mich „ers...

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Historischen Orten auf der Spur…

 Und wieder waren vierzehn Menschen aus unserer Region vergessenen Orten auf der Spur. Beim viertägigen deutsch-tschechischen Begegnungsworkshop lernten sie regionale Geschichte kennen und schufen „nebenbei" auch noch kleine Filmdokumentationen über diese „vergessenen Orte". Ausgestattet mit alten Chronikaufzeichnungen, Fotos und Zeitzeugenberichten erinnerten sie sich an zwei markante Orte in der Umgebung von Großhennersdorf. Zum einen, die Batzenhütte, ehemaliges Waldarbeiter- und Gasthau...

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Unterwegs mit Jan Müller

Schon lang stehen wir mit Herrn Jan Müller aus Jirikov (CZ) in Verbindung. Müller, Jahrgang 1936, erlebte eine wechselvolle Geschichte – über welche wir in Zeitzeugengesprächen mit ihm im Austausch stehen – ein Filmdokument ist derzeit in Planung. Seine Lebensgeschichte steht exemplarisch für viele Lebensläufe älterer Menschen in der Grenzregion Tschechien-Deutschland. Viele Biografien der Kriegs- und Nachkriegsgenerationen sind gekennzeichnet von Systemwechseln und grundlegenden Veränderungen, ...

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„Zwei Sprachen – Eine Region“ zeigt, wie man deutsch-tschechische Begegnungen gestalten kann

Das Projekt 2 Sprachen – 1 Region ist eines der grenzüberschreitenden Begegnungsprojekten der Hillerschen Villa, das im Zeitraum Juli 2021 bis Dezember 2022 mit den Projektpartnern Geopark Ralsko o.p.s. (Mimoň, CZ) und České Švýcarsko o.p.s. (Krásná Lípa, CZ) gestaltet wird. Im nächsten Jahr sind drei sechstägige und zwei dreitägige deutsch-tschechische Begegnungen für Jugendliche jeweils an beiden Seiten der Grenze geplant. Die jungen Menschen setzen sich künstlerisch und technisch mit der Natu...

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Unsichtbares sichtbar machen

„Die Liebe zwischen Menschen ist unabhängig vom Geschlecht: Es sind gesellschaftliche Zwänge und soziale Dogmen, die aus einem Streben nach einem grundmenschlichen Gefühl etwas Verwerfliches und Unmoralisches machen." – diese Worte stammen von der Leipziger Filmemacherin und Medienpädagogin Barbara Wallbraun. Sie war am 13. Oktober im Kunstbauerkino Großhennersdorf zu Gast und präsentierte ihren Film „Uferfrauen – lesbisches L(i)eben in der DDR". Seit 2013 arbeitete sie an diesem Film, recherchi...

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„Bilder sagen mehr als tausend Worte“

 Im Februar 2022 zeigte die Netzwerkstatt die Ausstellung „Voll der Osten" an der Zittauer Oberschule an der Weinau. Nachfolgend erfahren Sie mehr über die Präsentation, die Ersteller und unsere Arbeit. Harald Hauswald (links), geboren 1954 in Radebeul, ist ein deutscher Fotograf. 1977 zog er nach Ost-Berlin und hatte dort viele verschiedene Jobs wie Telegrammbote, Heizer, Restaurator und Fotolaborant. Seine Fotografien wurden zu DDR-Zeiten durch die SED-Führung kritisch beäugt, weshalb er ...

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Zeichen aus Charkiv

 Lange Zeit achteten wir wenig auf ihn. Gemeint ist ein Wimpel an unserer Pinnwand im Büro. Doch zu Beginn des Krieges in der Ukraine änderte sich mein Blick. Auf einmal sah ich „ihn" wieder. Es ist ein Wimpel der Stadt „Charkiv". Es war ein Abschiedsgeschenk unserer FSJlerin Inna. Sie absolvierte ihr freiwilliges soziales Jahr Politik bei uns, 2015/16. Schnell griff ich zum Telefon, ob die Nummer noch aktuell ist?! Ja, ich erreiche Sie – wir tauschen uns kurz aus – ihre Mutter bereitet sic...

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Wende Frauen Zittau: Wir wollen Ihre Geschichte hören.

Im aktiven Gedenken an Ereignisse der Friedlichen Revolution 1989/90 und ihre Folgen in Zittau und der Oberlausitz sind Stimmen von Frauen augenfällig unterrepräsentiert. Die wenigen Zeugnisse, die es von Frauen zu den Ereignissen gibt, verdeutlichen gleichsam das Potential wie das Problem: Die wenigen Stimmen eröffnen bisher kaum beachtete Einblicke, die auch eine Vielzahl stummer Bilder nicht liefern kann. Die Bilder zeigen, wie zahlreich Frauen sich aktiv beteiligt haben, doch geben sie keine...

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Wo ist die Zeit abgeblieben?

Acht Monate können eine lange Zeit sein. Diesen Eindruck hatte ich während meiner Schulzeit im Rückblick auf die vergangenen Monate des Öfteren. Schaue ich jetzt acht Monate in die Vergangenheit, blicke ich auf eine abwechslungs- und aufschlussreiche Zeit zurück. Hier ein paar Eindrücke davon, was so los war: Voll der Osten ist eine Ausstellung des Fotografen Harald Hauswald und Autors sowie Leiter des DDR-Museums in Berlin Stefan Wolle. Auf 18 Plakaten bilden Fotografien und kurze Texte ungefil...

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„Wir sind Anne“

Nach zwei Jahren Pause ging es endlich wieder los! Zum achten mal trafen Schüler*innen der Herrnhuter Zinzendorf Schulen und Johann-Amos-Comenius-Schule für ein Projekt aufeinander. In diesem Jahr nahmen je zehn Schüler*innen der zwei Herrnhuter Schulen teil. Gemeinsam verbrachten sie vier Tage im Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal. Kern des Projekts ist „Begegnung" in zweierlei Hinsicht. Begegnung miteinander. Die Schüler*innen beider Schulen interagieren im Alltag nur selten mite...

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Poéssage: Polnische Lyrik gegen den Hass

Adam Zagajewski stellte in seinem Gedicht Gespräch mit Friedrich Nietzche die Frage, „warum Worte nach hundert Jahren noch brennen, trotz der Schwere der Erde." Czesław Miłosz, Zeuge der „aus der Kette freigelassenen Geschichte" des 20. Jahrhunderts, sah die Aufgabe der polnischen Lyrik in der Wiederherstellung des Bindegewebes der multikonfessionellen polnischen Kultur, die während der Shoah ihre Kontinuität verloren hatte. Paweł Krzak bietet in diesem Ansinnen den brennenden Worten Raum in ein...

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Filmgespräch: Der Rhein fließt ins Mittelmeer

Nachdem er zehn Jahre lang in Deutschland gelebt hat, berichtet der israelische Filmemacher Offer Avnon nun über seine Erlebnisse. Dabei setzt er sich nicht nur mit seinem eigenen Verhältnis zu dem "ehemaligen Erzfeind" auseinander, sondern lässt auch Menschen zu Wort kommen, die die komplizierte zwischen den beiden Ländern symbolisieren. Dabei trägt er selbst den Dialog weiter, ohne dem Publikum eine einfache Antwort vorzugeben. Im Anschluss an den Film gibt es ein Gespräch mit dem Regisseur Of...

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Denke ich an Anne Frank...

Anne-Frank-Tagebuch zum Leihen, Lesen & Besprechen Im Juni wird eine Ausstellung über Anne Frank zu Gast im Herrnhuter Kirchensaal sein. Diese stellt die Begeisterung des jüdischen Mädchens fürs Schreiben und Lesen in den Mittelpunkt. Im Rahmen des Begleitprogramms wird am 19. Juni ein gemeinsamer Lese- und Austausch-Abend veranstaltet. Dieser findet um 19.00 Uhr in der Johann-Amos-Comenius-Schule Herrnhut statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, in diesem Kreis Gedanken über Ann...

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Vortrag: Zittauer Bibliotheken im Nationalsozialismus

Im Rahmen der Sonderausstellung „Zittau33. Machtergreifung in der südlichen Oberlausitz" laden die Städtischen Museen Zittau am Donnerstag, den 18.01.2024 um 17 Uhr zu einer Vortragsveranstaltung im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster ein. Referent ist Felix Pankonin, Leiter der NETZWERKSTATT – Zeitgeschichte und Zivilgesellschaft, Hillersche Villa und Sprecher der sächsische Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (sLAGAusNS). Der Titel des Vortrags la...

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